Wilhelm Tell

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Wilhelm Tell – Schweizerischer Freiheitskämpfer

Die Tell-Sage hatte großen Einfluss auf das Schweizer Volk. Sie transportiert wichtige Werte wie Freiheit, Mut und Selbstlosigkeit. Ende des 13. Jahrhunderts soll er gelebt haben, der mutige Armbrustschütze namens Wilhelm Tell, der sich gegen Tyrannei und Willkür zur Wehr setzte. Unter Akademikern ist eine hitzige Diskussion darüber im Gange, ob es Wilhelm Tell wirklich gab. So kommt der vielzitierte Apfelschuss in einer Sage aus Dänemark vor. Im Weißen Buch von Sarnen von 1470 (ein Buch mit Abschriften und Chroniken) wird die Geschichte von Wilhelm Tell erwähnt. Später taucht sie im Chronicon Helveticum von Aegidius Tschudi erneut auf.

Prinzipiell ist es gleichgültig, ob die Person Wilhelm Tell tatsächlich gelebt hat oder „nur“ ein Produkt der Phantasie ist. Die Geschichte funktioniert. Im Jahre 1804 stellt Friedrich Schiller sein Schauspiel Wilhelm Tell fertig. In fünf Akten erzählt er die Geschichte des tapferen Bauern und treffsicheren Schützen. Am Weimarer Hoftheater wird es uraufgeführt.

Friedrich Schiller: Sein letztes Drama Wilhelm Tell

Im ersten Akt wird die Unterdrückung des Volkes aufgezeigt und der keimende Widerstand angedeutet. Schon in der ersten Szene rettet Wilhelm Tell einen verfolgten Mann, indem er ihn ans andere Ufer des Vierwaldstättersees bringt. Der zweite Akt behandelt den Rütlischwur auf der Rütliwiese. In der dritten Szene des dritten Akts kommt es zum berühmten Apfelschuss.

Landvogt Gessler befindet sich wegen der Steuereintreibung in Altdorf. Um seine Macht zu demonstrieren, hängt er seinen Hut an eine Stange und zwingt die Dorfbewohner die Kopfbedeckung beim Vorbeigehen zu grüßen. Dieser Anweisung widersetzt sich Tell. Wilhelm ist mit seinem Sohn Walter ins Dorf gekommen. Wachen und Schaulustige kommen dazu. Gessler droht Tell mit der Todesstrafe und verspricht ihm Begnadigung, wenn er mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes schießt. Es kommt zum legendären Apfelschuss. Walter bleibt unversehrt. Der aufmüpfige Tell wird trotzdem festgenommen. Er gibt zu, den zweiten Pfeil für die Ermordung des Vogtes bereit gehalten zu haben – für den Fall, er hätte seinen geliebten Sohn getroffen.

Zum Tyrannenmord kommt es im vierten Akt. Über den Vierwaldstättersee soll Tell nach Küssnacht verfrachtet werden. Doch da ein Sturm aufgezogen und das Gewässer aufwühlt ist, kann Tell entkommen. Bei Küssnacht, in der Hohlen Gasse, versteckt er sich und erwartet Gesslers Ankunft. Tells Pfeil trifft den Landvogt. Der fünfte und letzte Akt erzählt von der neu gewonnenen Freiheit im Land.

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